Der Tag der Erde, der jahrjährlich am 22. April stattfindet, hat seinen Ursprung in der US-amerikanischen Studierendenebwegung im Jahr 1970. Damals war das Ziel aufzuzeigen, dass Umwelt und Natur durch die Menschen eine starke, große Lobby haben können. Als wichtige Figur wirkte Gaylord Nelson, seines Zeichens US-Senator in den USA. Das erhöhte Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz wurde mit diesem sehr besonderen Feiertag von den USA aus in die ganze Welt exportiert. Als ein besonderes Ziel des Tag der Erde kann der Erhalt der kostbaren Biodiversität auf unserem Planeten verstanden werden.
Aufwärmspiel: Wie wir unsere Natur und Umwelt bewahren
Für das Aufwärmspiel wechseln eure Teilnehmer*innen in das Setting von Utopia – einem Ort, an dem Umweltschutz Hand in Hand mit der Politik geht und nicht vernachlässigt wird. Auch deshalb, weil in Utopia die Kinder und Jugendlichen die Politiker*innen sind. Utopia, ein Ort, der im Jahr 2040 entsteht, bekommt jedoch Besuch von einer Raumkapsel aus dem Jahr 1990 – an Bord die Staatschef*innen der größten Industrieländer der Welt, die von Utopia erstaunt sind. In diesem Aufwärmspiel sollen eure Teilnehmer*innen dieses kuriose Aufeinandertreffen in einem Rollenspiel darstellen. Das Ziel soll sein, den Politikern aus der Vergangenheit zu überzeugen, dass die Natur und die Umwelt die kostbarsten Güter sind. Passende Requisiten und eine lustige Darstellung sind ausdrücklich erlaubt! Optimal ist es, wenn ihr hierfür knapp 25 Minuten einplant.
Thematische Einführung für die Teilnehmer*innen
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Natürlich wisst ihr ohnehin, wie schützenswert unsere Umwelt ist und wie kostbar die Biodiversität. Große Herausforderungen wie die Klimakrise oder das Artensterben führen uns allen heutzutage mehr denn je vo Augen, wie vulnerabel unser Planet ist. Um alle Menschen an die Schönheit und Wichtigkeit von Natur und Umwelt zu erinnern, wurde im Jahr 1970 in den USA der Tag der Erde ins Leben gerufen. Gefeiert wird er seitdem überall auf der Welt am 22. April eines jeden Jahres
Workshop und Großspiel: Die Schönheit des Planeten
Zunächst sollen sich eure Teilnehmer*innen im Workshop mit der Vegetation auf der Welt befassen und einzigartige, faszinierende Flora und Fauna auf unserem Planeten kennenlernen. Als Gruppenleiter*in könnt ihr für diesen Workshop besonders darauf achten, dass insbesondere auch Flora und Fauna im globalen Süden betrachtet werden, welche für die Teilnehmer*innen teilweise vielleicht auch noch völlig unbekannt sein kann. Teilt sie in vier Gruppen mit je einer spezifischen Region in der Welt auf, wobei jede Gruppe Schwerpunktfragen zu Vulnerabilität, Wert für das Ökosystem sowie Perspektiven für die Zukunft betrachten soll. Bei dem Großspiel soll der Kampf gegen Umweltverschmutzung im Fokus stehen. Dafür kann anhand eines realistischen Beispiels die Rolle von Staaten, Konzernen, den Individuen und dem Wirken auf die Umwelt betrachtet werden. Das Ziel sollte hier die klare Handlungsempfehlung sein, die wertvolle Natur zu schützen und Umwelverschmutzung entgegenzuwirken. Plant für Workshop und Großspiel je eine Viertelstunde ein.
Spielement: Wir schützen unsere kostbare Welt
Für dieses Spielelement benötigt ihr Softbälle, Leibchen sowie eine Stoppuhr. Außerdem muss ein Spielfeld im Raum eingezeichnet oder alternativ klar ersichtlich markiert werden. Die darzustellende Situation ist die Probelamtik der übermäßigen Waldabholzung – gerade des so kostbaren Regenwalds, der “grünen Lunge des Planeten”, im Regenwald im südamerikanischen Land Brasilien. Drei Teilnehmer*innen stellen dabei Bagger dar, der Rest der Teilnehmer*innen mimt Beschützer*innen der Umwelt, die den Waldraubbau verhindern wollen. In diesem Wurfspiel ist das Ziel, möglichst viele Wurftreffer zu erzielen. Jede Person hat jedoch nur maximal drei Würfe Zeit, die Spielzeit ist auf acht Minuten begrenzt. Verschiedene Hindernisse und Versteckmöglichkeiten sind einzubauen, damit die Herausforderung für die Kinder gegeben ist.
Abschlussrunde mit Diskussion
Obschon sich die Gruppenstunde nun ihrem heutigen Ende nähert, sollen nun nochmals alle zusammenkommen und ihre Eindrücke vom heutigen Tag gemeinsam besprechen. Fragt eure Teilnehmer*innen im Gruppengespräch dazu folgende Fragen:
– Wie wichtig findest du persönlich es, dass es den Tag der Erde gibt?
– Bist du der Meinung, dass unser Planet gegenwärtig gut behandelt wird oder findest du, es gibt unakztable Defizite?
– Hast du vor, in Zukunft am 22. April den Tag der Erde aktiv zu feiern?
– Wie erstrebenswert hältst du eine Welt, in welcher der Tag der Erde überflüssig wird, weil wir sie schon optimal behandeln?
Weiterführende Links zur Recherche für Jugendleiter*innen
1. Gruppenstunden-Idee: Natur und Umwelt
2. NDR-Beitrag zum Thema
3. Themenwelt: Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit
Materialliste
– Softbälle
– Stoppuhr
– Leibchen
– Requisiten
– Recherchemittel (u.a. Literatur, Notebook)